Es wird langsam ernst. Lange überlegen wir jetzt schon, womit wir die Straße unsicher machen wollen…wer unser ständiger Begleiter wird…was uns von Ort zu Ort und Erfahrung zu Erfahrung bringt..wer uns über die Wege dieser Welt trägt…was wir unter’m „Arsch“ haben werden…, kurz um,…was unser neues Zuhause wird. Wohnwagen, Wohnmobil oder doch ein umgebauter Transporter? Welche Vor- und Nachteile hat jeder Wagen? Darüber wird im Internet teilweise hitzig diskutiert! Hier sind unsere Vor- und Nachteile und unser persönliches Ergebnis dazu!

Eine Hütte
in der man lacht,
ist besser als ein Palast,
in dem man weint
-aus China-

Im Vergleich Wohnwagen, Wohnmobil, Transporter. Was ist das beste Reisemobil für dich? www.diefernwehfamilie.de

Für alle gibt es Vor- und Nachteile. Deswegen habe ich eine Gegenüberstellung gemacht, um zu sehen, was zu uns am besten passt. Ich konzentriere mich, das muss dazu gesagt werden, auf die etwas älteren Baujahre.
Hier ist mein Vergleich: Wohnwagen vs. Wohnmobil vs. Transporter.

Im Vergleich Wohnwagen_Wohnmobil_Transporter_Vor- und Nachteile, www.diefernwehfamilie.de

Der Transporter hat den klaren Vorteil der geringen Kosten! Man benötigt kein extra Auto vor Ort und der Wertverlust ist relativ gering. Allerdings können die Anschaffungs- und Umbaukosten ganz schön ins Geld gehen. Da der Transporter im Straßenverkehr wie ein Wohnmobil angesehen wird, ist eine „kostenlose“ Übernachtung auf öffentlichen Parkplätzen und Straßen geduldet. Genau wie beim Wohnwagengespann und Wohnmobil gilt auch hier mit einem Führerschein ab 1999 die 3,5 Tonnen Regelung. Es darf also nur ein zulässiges Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen bewegt werden. Ein klares Plus ist auch die Sicherheit der Personen im Fahrzeug im Falle eines Unfalles! Am negativsten beim Transporter fällt der Stauraum aus. Denn der kann geringer als in vergleichbarer Wohnmobilgröße sein! (Vor allem wenn man den Transporter umbaut und schon alleine aus Gewichtsgründen nicht mehr viel zuladen darf!) Zu allem Übel kann bei vergleichbarer Wohnmobilklasse aus Gewichtsgründen des Kastenwagens auch die Zuladung geringer ausfallen! Na, dann brauch man ja gar nicht so viel Stauraum, wie im Satz zuvor kritisiert. Lustig ;).

Das Wohnmobil schneidet am schlechtesten bei der Sicherheit ab – jedenfalls sieht es wohl für die Personen in zweiter Reihe durch den „Leichtaufbau“ bei einem Unfall nicht ganz so gut aus! (Allerdings gilt das nicht unbedingt für die neueren Mobile!) Ansonsten punktet das Wohnmobil, je nach Ausgangssituation, beim Stauraum und in der Fahrbarkeit. Das heißt, es ist einfacher für Anfänger, zu fahren, als ein Wohnwagen. Beim Führerschein gilt dasselbe, wie beim Transporter. Ab 1999 benötigen Fahrer eine extra Führerscheinklasse für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Anders verhält es sich in den USA und Kanada. Denn dort darf mit demselben B-Führerschein ein Fahrzeug bis 7,5 Tonnen gefahren werden!
Steuer und Haftpflichtversicherung, sowie die Haupt- und Abgasuntersuchungen können in’s Geld gehen. Die Kosten können sich unter gewissen Umständen aber in Grenzen halten. Hierbei ist, zwischen Wohnmobilen unter und über 3,5 Tonnen sowie der jüngeren und älteren Generation zu unterscheiden. Denn Wohnmobile ab 3,5 Tonnen und ab einem Alter von 6 Jahren müssen zur jährlichen Haupt- und Abgasuntersuchung. In unserem Fall würden die Untersuchungen eigentlich ausfallen bis wir wieder nach Deutschland kommen. Denn im Ausland ist dies nicht möglich. Dort gemachte Untersuchungen werden in Deutschland nicht anerkannt. Ob in diesem Fall der Versicherungsschutz weiterhin bestehen bleibt, wenn sich aufgrund nicht gemachter Untersuchungen ein Vorfall ereignet, weiß ich nicht. Damit müssen wir uns noch auseinandersetzten.

Der Wohnwagen. Die Flexibilität vor Ort, die Sicherheit sowie Kosten können je nach Situation gut bis mittelmäßig sein. In unserem Fall fällt der Wohnwagen durch die Kosten eines zusätzlichen Zugfahrzeuges, dass auch noch genügend PS und genügend Liegelast der Anhängerkupplung haben muss, aus. Ein weiterer Punkt für uns, den Wohnwagen abzulehnen, ist die schwere Manövrierbarkeit in kuschlig, engen Situationen.

Wer hat bei dir gewonnen? Bei uns ist es das Wohnmobil. Wieso fragst du dich? Hier unsere Gründe!

Im Grunde hat uns die Tabelle nur dabei geholfen, herauszufinden, worauf wir Wert legen. Aus Diskussionen mit Freunden und Familienmitgliedern haben wir uns erstmal für ein Wohnmobil entschieden – auch wenn er nicht der Gewinner des Vergleichs ist!

Bei einem Transporter wäre der Umbau ein ganzes Stückchen Arbeit. Wir haben, ehrlich gesagt, nicht so viel Zeit und auch keine Ahnung davon und mit extra Hilfe würde es wieder eine Ecke mehr kosten. Zwar haben wir Vorstellungen, wie der Raum aufgeteilt werden könnte, aber so richtig wissen, was wir brauchen und was nicht, das werden wir erst auf der Reise herausfinden. Dafür wäre der Aufwand im Moment auch einfach zu groß. Falls wir mit dem Leben auf der Straße wirklich glücklich werden und Erfahrungen gesammelt haben, was wir zum Reisen wirklich brauchen und was nicht, dann könnte ich mir vorstellen, Zeit und Geld in einen Transporter-Umbau zu stecken!

Einen Wohnwagen zu fahren braucht schon etwas mehr Übung und Geschick. Zwar weiß ich, dass ich es lernen könnte, mit einem so großen Anhänger zu fahren, aber ich würde es sehr, sehr ungern tun. Vor allem das Rückwärtsfahren würde mich jedes Mal wieder verrückt machen – nicht nur mich, auch Micha, zumindest am Anfang. Im übrigen, jeder mit B-Führerschein ab 1999 braucht einen extra Führerschein für die Klasse C1E, um einen Wohnwagen über 750 kg anzuhängen – und das heißt Extra-Kosten! Es gibt jedoch eine Ausnahme: Wenn die Fahrzeugkombination (Zugfahrzeug mit Wohnwagen) die zulässige Gesamtmasse von 3,5 Tonnen nicht übersteigt, reicht auch noch der B-Führerschein.

Auch die Gefahren durch den „Anhänger“ durch schlingern oder auch bei Auffahrunfällen sind uns zu hoch.

Zwar ist die Vorstellung schön, noch ein extra Auto vor Ort zu haben, mit dem man schnell mal irgendwo hinfahren kann. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich es mir dann auch mal zu einfach machen würde, anstatt die Fahrräder oder öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen! Außerdem müssten wir uns für einen Wohnwagen noch zusätzlich ein neues, leistungsstarkes Auto kaufen, bei dem die Anhängerkupplung dann eine Liegelast hat, die dem Wohnwagen entspricht. Würden wir wirklich für mindestens ein halbes Jahr an einem Ort bleiben, würde ich mir das mit dem Wohnwagen nochmal überlegen. Allerdings sieht unsere Planung vor, dass wir nur 1 bis maximal 2 Monate an einem Ort bleiben.

Schlussendlich haben wir uns für ein Wohnmobil bis 3,5 T entschieden, weil er kompakt ist, angenehmeres Fahren ermöglicht und relativ viel Stauraum bietet. In Hinblick auf Mautgebühren, Fährüberfahrten, Parkplätze u.ä. könnten uns die maximal 3,5 T Vorteile verschaffen. Die Vorstellung jede Nacht unser Bett auf und am nächsten morgen wieder zuzuklappen, fände ich nicht so prickelnd. Deswegen suchen wir auf jeden Fall nach einem Wohnmobil mit Alkove oder Festbett und Hochbett, sodass wir dann hoffentlich drei Festbetten haben werden.

Da ich noch nie mit einem Wohnwagen oder Wohnmobil in den Urlaub gefahren bin und Micha bis jetzt auch nur als Kind mit einem Wohnmobil unterwegs war, ist es aus Sicht der Handhabbarkeit am einfachsten, ein Wohnmobil zu nehmen. Gebraucht gekauft und ein bisschen hübsch gemacht, hoffen wir, erstmal etwas günstiger zu fahren. Auch wenn sehr wahrscheinlich Reparaturkosten auf uns zukommen werden. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden…

Update 17.06.2016: Nächste Woche Montag schauen wir uns erste Wohnmobile an um uns noch klarer zu werden, wie die Innenaussattung für uns ausfallen soll. Noch ein kleiner Tipp: Gebrauchte Wohnmobile und Wohnwagen am besten im Herbst kaufen!

Was meinst du? Habe ich wichtige Punkte vergessen? Welches Heim auf Rädern würdest du dir aussuchen oder für welches hast du dich schon längst entschieden?

So wirst du airbnb-Profi + ein 20 Euro Gutschein für deine erste Buchung

6 Gründe wieso wir Vollzeitreisende werden!

Mit dem Mietwagen quer durch die USA

| Schweden | Wildcampen im Kofferraum

Wenn du erfahren willst, dann melde dich bei unserem Newsletter an!

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken